Der Selbsttest für Sportler wurde speziell für Menschen entwickelt, die intensiv Sport treiben. Dieser einfache Bluttest gibt Aufschluss über Ihre Blutwerte – ein kurzer Fingerstich genügt. Der Test wird morgens nach einer Ruhephase durchgeführt. Mit diesem einfachen Selbsttest können Sie Ihre Blutwerte selbst messen. Die Ergebnisse werden von unseren Ärzten ausgewertet, und Sie erhalten eine entsprechende Beratung.
Was wird getestet?
Dieser Test misst verschiedene Blut- und Speichelwerte, die wichtige Informationen über Sauerstofftransport, Stresslevel, Schilddrüsenfunktion, Eisenstatus und Nierenfunktion liefern. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht aller Messwerte und ihrer Bedeutung.
Hämatokrit
Der Hämatokritwert gibt an, welcher Anteil des Blutvolumens aus roten Blutkörperchen besteht. Beträgt der Hämatokritwert beispielsweise 40 %, so bestehen 100 Milliliter Blut aus 40 Millilitern roter Blutkörperchen. Dieser Wert gibt Aufschluss über die Sauerstofftransportfähigkeit des Blutes; Abweichungen können auf eine Anämie oder, umgekehrt, auf einen Überschuss an roten Blutkörperchen hinweisen.
Hämoglobin (Hb)
Hämoglobin ist ein Protein in den roten Blutkörperchen, das Sauerstoff bindet und transportiert. Jedes Hämoglobinmolekül enthält vier Eisenatome, von denen jedes ein Sauerstoffmolekül binden kann. Ein zu niedriger Hämoglobinwert kann auf eine Anämie hinweisen, während ein zu hoher Wert beispielsweise bei Rauchern oder Menschen, die in großen Höhen leben, auftreten kann.
Cortisol (Speichel)
Cortisol ist als Stresshormon bekannt und wird von den Nebennieren produziert. Es hilft dem Körper, Stress zu bewältigen, indem es Prozesse wie die Glukoseproduktion anregt. Der Cortisolspiegel unterliegt einem zirkadianen Rhythmus: Er ist morgens hoch und abends niedrig. Daher sollte die Speichelprobe für diesen Test morgens entnommen werden. Abweichungen können auf übermäßigen Stress oder Erkrankungen wie das Cushing-Syndrom (zu viel Cortisol) oder die Addison-Krankheit (zu wenig Cortisol) hinweisen. Hinweis: Antibabypillen können den Cortisolspiegel erhöhen.
TSH
TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) wird von der Hypophyse produziert und reguliert die Schilddrüse zur Produktion von T3 und T4. Die Regulation von TSH erfolgt über einen Feedback-Mechanismus:
fT4
Freies Thyroxin (fT4) ist die inaktive Form des Schilddrüsenhormons, die frei im Blut zirkuliert. Der größte Teil davon ist an Proteine gebunden. In der Leber wird fT4 in das aktive T3 umgewandelt. Zusammen mit dem TSH-Wert liefert fT4 einen guten Indikator für die Schilddrüsenfunktion.
Kreatinin
Kreatinin entsteht beim Abbau von Kreatinphosphat in den Muskeln und wird über die Nieren ausgeschieden. Es ist ein wichtiger Marker zur Beurteilung der Nierenfunktion: Bei abnehmender Nierenfunktion steigt der Kreatininspiegel im Blut.
eGFR
Die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) gibt an, wie viel Blut die Nieren pro Minute filtern. Werte über 90 ml/min deuten auf eine gesunde Nierenfunktion hin. Eine eGFR unter 15 ml/min weist auf eine terminale Niereninsuffizienz hin, die häufig eine Dialyse erforderlich macht. Geschlecht und Alter spielen bei der Interpretation eine wichtige Rolle.
Transferrin
Transferrin transportiert Eisen im Blut. Bei Eisenmangel steigt der Transferrinspiegel, da der Körper vermehrt Transportproteine produziert. Ein niedriger Wert kann auf eine Eisenüberladung, Leberprobleme oder einen Proteinmangel hinweisen. Schwangerschaft und die Einnahme der Antibabypille können den Transferrinspiegel erhöhen.
Eisen (Serumeisen)
Eisen ist für die Hämoglobinbildung unerlässlich. Ein Eisenmangel kann zu Anämie führen. Der Eisenstatus lässt sich am besten in Kombination mit Ferritin, Transferrin und Transferrinsättigung beurteilen. Ein niedriger Eisenspiegel in Verbindung mit einem niedrigen Ferritinspiegel ist ein starker Hinweis auf Eisenmangel.
Transferrinsättigung
Dieser Wert wird aus der Eisen- und Transferrinkonzentration im Blut berechnet. Er gibt den Prozentsatz des mit Eisen gesättigten Transferrins an. Eine niedrige Transferrinsättigung deutet häufig auf einen Eisenmangel hin.
Ferritin
Ferritin speichert Eisen in der Leber. Benötigt der Körper zusätzliches Eisen, wird dieser Speicher genutzt, und der Ferritinspiegel sinkt. Niedrige Ferritinwerte in Kombination mit niedrigen Serumeisenwerten sind charakteristisch für Eisenmangel.